Vom rechten Leben

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Seiten

480

Artikelnummer: 9783458700036

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Beschreibung

Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt:
Nagarjuna: Der Brief an einen Freund
Matricheta: Der Brief an den großen König Kanishka
Chandragomin: Der Brief an den Schüler
Der Briefwechsel zwischen Avalokiteshvara und Prakashakumara
Jitari: Der Stufenweg zur Reinigung des Geistesjuwels
Aranyaka: Der Brief an den Lehrer
Saijana: Der Brief an den Sohn
Atisha: Das makellose Juwel
Mitrayogin: Der Brief an den König Chandra
Kamalashila: Über die verschiedenen Arten des Leids
Buddhaguhya: Der Brief an die Herrscher und Untertanen Tibets
Dpal dbyangs: Die Zusammenfassung des Wesentlichen
Kommentar der Herausgeber Glossar

Klappentext

Über die Jahrhunderte hinweg sind die Glaubenssätze des Buddhismus in „Briefen“, in Lehrbriefen, vermittelt worden. Die literarische Gattung ist eng mit der der „Mahnreden“ oder „Sermones“ verwandt, mit dem Unterschied, daß bei jenen der Adressat vom Autor räumlich getrennt ist.

Der Brief an einen Freund des buddhistischen Philosophen Nagarjuna aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist der älteste erhaltene Brief der indischen Literatur. Darin teilt Nagarjuna einem südindischen Herrscher die Grundgedanken der buddhistischen Lehre mit. Als ein „kleiner Katechismus des Buddhismus“ erlangte der Brief große Popularität in der buddhistischen Welt und wurde später ins Chinesische und Tibetische übersetzt, in der Neuzeit auch in viele moderne Sprachen.

Nur wenig später schrieb der Dichter Matrceta seinen Brief an den Großkönig Kaniska, als er dessen persönlicher Einladung aus Alters- und Krankheitsgründen nicht folgen konnte. In diesem Brief versucht er auf vorsichtige Weise, dem noch jungen König einige Grundlehren des Buddhismus nahezubringen.

Im 5. Jahrhundert verfaßte der Dichter Candragomin seinen Brief an einen Schüler, in dem er einen Prinzen, der zunächst in den buddhistischen Orden eingetreten war, diesen dann aber wieder verlassen hat, eindringlich vor den Folgen des Renegatentums warnt. Der herausragende Stil macht den Brief zu einem Höhepunkt der klassischen Sanskritdichtung.

Aus dem 8. Jahrhundert sind vier weitere Briefe überliefert, von denen drei in einem direkten Zusammenhang mit der Missionierung Tibets stehen. Ihr Ziel ist, die Anwendung der buddhistischen Lehre im Alltagsleben zu zeigen. Sie vermitteln auch Einblicke in die soziale und politische Situation der Zeit. Aus dem 11. und 12. Jahrhundert sind fünf Briefe aufgenommen, die populäre Belehrungen zu ausgewählten Kerngedanken des Buddhismus enthalten.

Die Ausgabe enthält sämtliche zur Zeit bekannten buddhistischen „Briefe“, Lehrbriefe, die die Grundlehren des Buddhismus auf anschauliche und eindringliche Weise vermitteln. Die Texte sind zwischen dem 2. und 12. Jahrhundert in Indien und Tibet verfaßt worden. Die Mehrzahl von ihnen wurde für die vorliegende Ausgabe erstmals ins Deutsche übersetzt.
Biografie (Michael Hahn)
Dr. phil. Michael Hahn, geb. 1941, Professor für Indologie und Tibetologie an der Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte: klassische Sanskritliteratur, buddhistische Literatur, tibetische Sprachwissenschaft und Literatur, mongolische und chinesische Übersetzungen indischer buddhistischer Werke.