Lenormand Rote Eule

Lenormand Rote Eule

 6,99

Sonderausgabe, Faltschachtel, mit Anleitung auf Deutsch, 36 Karten, 7 x 11 mm

2 vorrätig

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Artikelnummer: 4250375102410

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Beschreibung

Die Bekanntheit der Lenormand-Wahrsagekarten, die in verschiedensten Varianten seit 200 Jahren auf dem Markt sind, erklärt sich vor allem aus dem Ruhm ihrer (angeblichen) Schöpferin: Mademoiselle (oder Madame) Lenormand (1772 – 1843) war die wohl bekannteste Wahrsagerin des 19. Jahrhunderts. Sie war schon zu Lebzeiten berühmt und viele hochgestellte Persönlichkeiten ihrer Zeit zogen sie zurate.
Die sogenannten „Kleinen Lenormandkarten“, die besonders in Deutschland bekannt und beliebt sind, bestehen aus 36 Karten mit jeweils einem Bildmotiv, viele tragen zusätzlich zugeordnete Symbole wie wir sie z.B. von Skatkarten kennen und / oder Reime, die sich auf die Deutung der jeweiligen Karte beziehen. Bei allen „Kleinen Lenormandkarten“ ist die Reihenfolge und Nummerierung gleich. Lediglich die Karte Nr. 12 stellt entweder Eulen oder Singvögel dar.

Die 36 Karten der „Roten Eule“ sind mit gereimten Versen zusätzlich ausgestattet und die Nr. 12 heißt „Eulen“.
Diese Version erscheint in der Sondergröße 7 x 11 cm und ist eine preisgünstige Ausgabe zum 40-jährigen Jubiläum des Königsfurt-Urania Verlages. Sie wird nur kurze Zeit erhältlich sein.

Marie-Anne Lenormand war eine der berühmtesten Wahrsagerinnen ihrer Zeit. Viel ist über sie offiziell nicht bekannt; getauft wurde sie am 27.5.1772, sie starb am 25.6.1843. Ihr Leben verbrachte sie als Wahrsagerin in Paris und gelangte zu Wohlstand und Ansehen, vor allem wegen ihrer Vorhersagen für Napoleon und Josephine und andere berühmte Persönlichkeiten ihrer Zeit. Sie unterhielt in Paris einen kleinen „Salon“, in dem sie ihre Klienten mit Hilfe von Kartenlegen, Kaffeesatz oder Astrologie beriet.

Es ist belegt, dass sie die einfachen Spielkarten um Motive und Notizen ergänzte. Die heutigen Lenormand-Karten waren dies jedoch nicht – diese Kartenmotive konnten inzwischen dem „Spiel der Hoffnung“, das auch „Ur-Lenormand“ genannt wird, zugeordnet werden. Das Spiel der Hoffnung war ein kombiniertes Spiel- bzw. Würfelspiel, welches der Nürnberger Spielkartenmacher Kasper Hechtel um 1800 entwickelte. Es enthielt vor allem damals typische Lebenssituationen, ihre Bedeutungen und Wendungen, wie zum Beispiel der Reiter, das Schiff, den Sarg, das Kreuz usw., die wir auch heute noch in den Lenormand-Karten finden. 1846 wurden dann aus dem Spiel der Hoffnung die ersten Lenormand-Karten entworfen. Diese „deutsche“ Erfindung wurde dann mit dem berühmten Namen Madame Lenormand versehen – eine kluge Marketing-Strategie!

Alle gängigen Lenormand-Decks enthalten 36 Karten mit einer fortlaufenden Nummerierung. Die heute bekanntesten Lenormand-Varianten sind die Blaue Eule, die Rote Eule und die Weiße Eule. Die Blaue Eule und die Weiße Eule zeigen dabei Bildmotive plus Spielkartenmotive (Karo, Herz, Pik, Kreuz), die Rote Eule Bildmotive und Verse. Außerdem gibt es Varianten mit ausschließlich Bildmotiven oder allen drei Abbildungen (Bilder, Verse, Spielkarten).

Lenormand-Karten sind heutzutage eine der beliebtesten Orakelkarten weltweit und wie die Tarotkarten als symbolhafte Schlüssel zu uns selbst zu verstehen. Die Botschaften der Karten vermitteln uns dabei einen Blick in einen Spiegel – wir sehen uns selbst und unsere (unbewussten) Möglichkeiten, Sichtweisen, Potenziale und Chancen.